Polly McClusky ist elf Jahre alt, liebt ihren Teddybär, obwohl sie eigentlich fast schon zu alt dafür ist, und ist eines der Loser- Kinder an ihrer Schule. Doch wirklich alles ändert sich für sie, an dem Tag an dem ihr Dad vor der Schule steht, statt ihrer Mom oder ihrem Stiefvater.
Ihr Dad Nate, der früh auf die schiefe Bahn geraten ist, hat die mächtige Neonazi- Gang Aryan Steel gegen sich aufgebracht. Gegen ihn, seine Ex- Frau und seine Tochter ergeht vom Boss der Gang ein "Hinrichtungsbefehl". Wer sie tötet wird belohnt. Als Nate das erfährt und seine Ex- Frau und deren Mann tot auffindet, ist ihm klar, er muss Polly beschützen!
Der Schreibstil ist kurz und bündig, ganz wie man es von einem Drehbuchautor wie Jordan Harper erwartet. Insbesondere in der ersten Hälfte der Geschichte habe ich mich damit schwer getan, es hat mich nicht so richtig in den Bann gezogen. Doch dann, mit einer Schlüsselszene die ich hier nicht verraten möchte, war ich im Sog der Geschichte. Man kann sich so gut mit den Charakteren, insbesondere mit dem ewig- getriebenen Nate aber auch mit der extrem faszinierenden und vielschichtigen Charakterentwicklung von Polly. Man leidet mit ihnen, man lacht mit ihnen, man wächst mit ihnen.
Was man erwähnen sollte ist die Direktheit und rohe Brutalität des Buches. Es geht um Bandenkriminalität, Nazis, brutale Morde, Korruption, Drogen und andere unschöne Dinge und rein gar nichts davon wird geschönt dargestellt. Wer ein Problem damit hat, wenn Neonazi- Bosse Kinder tot sehen wollen oder Menschen grausam ermordet werden, der sollte lieber zu einem anderen Buch greifen.
Trotzdem kommt manchmal eine verträumte Poesie auf, etwa in den Momenten in denen Polly durch ihren Teddybär kommuniziert, dort fühlen sich die Worte wie wohl platzierte Hammerschläge an, eindringlich aber kunstvoll.
Ich habe lange nicht mehr etwas so gleichzeitig Schreckliches und Schönes gelesen. Ein Buchtipp für alle, die Brutalität ertragen können, denen aber nicht nach Stumpfsinn, niedrigem Niveau oder Einheitsbrei ist.
Bücher- Blog für alles aus den Genres Fantasy, Horror, Crime/Krimi und Thriller. Meine gelesenen Bücher- für euch rezensiert, Berichte von Events, Lesungen, Messen etc.
Montag, 30. April 2018
Sonntag, 29. April 2018
Klüpfel & Kobr - Der Sinn des Lesens
Am Freitag pünktlich zur Veröffentlichung des 10. Bandes der Kluftinger- Serie waren Volker Klüpfel und Michael Kobr in der Kemptener Big Box mit ihrem Programm "Der Sinn des Lesens" zu Gast.
Der große Saal der Big Box war zu gut zwei Dritteln gefüllt. Für Kluftis Oberallgäuer Heimatvolk (und damit auch für mich) war das natürlich die perfekte Gelegenheit in den neuen Roman reinzuschnuppern, wobei ich da natürlich den Wissensvorsprung hatte, da ich ja bereits die komplette Geschichte kannte. Wär an dem Abend jemand frech geworden, er oder sie wäre böse von mir gespoilert worden. ;-)
Neben bekannten Favoriten wie z.B. dem Skype- Chat zwischen Klufti und seinem Schwiegervater- Pendant Sazuka lasen die beiden Autoren auch aus dem neuen Roman und - ja, ganz genau - sie haben Kluftis Vornamen verraten.
Auch bei den neuen Szenen blieb kein Auge trocken, insbesondere bei den Rückblenden in das Leben des jungen Kluftingers. Natürlich konnten die Autoren auch das gegenseitige Gekabbel nicht lassen. Ebenso haben Klüfel und Kobr von ihrem Werdegang erzählt und es waren einige Bilder aus Kindheit und Jugend zu sehen. Wie alle Kinder- und Jugendbilder waren natürlich auch diese wegen dem Folgen längst (zu Recht) vergessener Trends aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch.
Im Anschluss konnte man beide zum Signieren und Quatschen im Foyer der Big Box trreffen.
Weitere Termine der Tour findet ihr hier: Termine
Der große Saal der Big Box war zu gut zwei Dritteln gefüllt. Für Kluftis Oberallgäuer Heimatvolk (und damit auch für mich) war das natürlich die perfekte Gelegenheit in den neuen Roman reinzuschnuppern, wobei ich da natürlich den Wissensvorsprung hatte, da ich ja bereits die komplette Geschichte kannte. Wär an dem Abend jemand frech geworden, er oder sie wäre böse von mir gespoilert worden. ;-)
Neben bekannten Favoriten wie z.B. dem Skype- Chat zwischen Klufti und seinem Schwiegervater- Pendant Sazuka lasen die beiden Autoren auch aus dem neuen Roman und - ja, ganz genau - sie haben Kluftis Vornamen verraten.
Auch bei den neuen Szenen blieb kein Auge trocken, insbesondere bei den Rückblenden in das Leben des jungen Kluftingers. Natürlich konnten die Autoren auch das gegenseitige Gekabbel nicht lassen. Ebenso haben Klüfel und Kobr von ihrem Werdegang erzählt und es waren einige Bilder aus Kindheit und Jugend zu sehen. Wie alle Kinder- und Jugendbilder waren natürlich auch diese wegen dem Folgen längst (zu Recht) vergessener Trends aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch.
Im Anschluss konnte man beide zum Signieren und Quatschen im Foyer der Big Box trreffen.
Weitere Termine der Tour findet ihr hier: Termine
Freitag, 27. April 2018
Klüpfel & Kobr: Kluftinger
Die Reihe um den kauzigen Komissar Kluftinger aus dem Allgäu weiß schon
seit Jahren die Leser und Hörer zu begeistern. Auch der aktuelle Fall
aus der Feder der Herren Klüpfel und Kobr bietet den Fans wieder
Lesefutter und beste Unterhaltung.
Diesmal beginnt die Geschichte am Totensonntag mit dem familiären Spaziergang zu den Familiengräbern, zum ersten Mal in Begleitung von Kluftingers Enkel, der am Ende des letzten Buches geboren wurde. Klufti ist ganz vernarrt in seinen Enkel, umso größer ist deswegen auch sein Unwohlsein als er auf dem Altusrieder Friedhof ein Sterbekreuz mit seinem Namen entdeckt. Auch in der Zeitung erscheint eine Todesanzeige mit seinem vollständigen Namen (der in diesem Band verraten wird!). Will jemand Klufti ans Leder?
Der neue Roman bietet wieder die bewährte Mischung aus der Klüfel & Kobr typischen Situationskomik, einem packenden Kriminalfall und Kluftis liebenswertiger Kauzigkeit.
Ein besonderes Schmankerl der Hörbücher ist ja Christian Berkel als exzellenter Sprecher, der von beiden Autoren unterstützt wird. So gewinnt die Story ungemein an Lebendigkeit und Authentizität, durch die allgäuerisch und schwäbisch schwätzenden Autoren. Ich höre deswegen die Kluftis lieber als sie zu lesen, ein Kompliment, dass ich sonst nur Jaques Berndorfs Eifel- Krimis machen kann.
Dabei stellt der Jubiläumsband die Vorgänger in den Schatten und zwar bei Weitem! Chapeau dafür, auf die eh schon guteSerie noch einmal einen drauf gesetzt zu haben! Klufti wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, man erfährt vieles über den jungen Kluftinger. Es passieren so bei Klufti noch nie gekannte dramatische und atemraubende Szenen und unwiderrufliche Entscheidungen, todtraurige Situationen (bei denen ich fast mitgeweint hätte) und das ohne die Gesschichte zu bleiern- traurig zu machen. Allerdings sind die typischen skurillen Klufti- Momente mit Lachgarantie auch vertreten.
Fans der Serie dürfen nicht nur, sie müssen zugreifen ebenso wie alle Krimifans, man kann ruhig mit diesem Band beginnen und sich dann die Vorgeschichte zulegen.
Diesmal beginnt die Geschichte am Totensonntag mit dem familiären Spaziergang zu den Familiengräbern, zum ersten Mal in Begleitung von Kluftingers Enkel, der am Ende des letzten Buches geboren wurde. Klufti ist ganz vernarrt in seinen Enkel, umso größer ist deswegen auch sein Unwohlsein als er auf dem Altusrieder Friedhof ein Sterbekreuz mit seinem Namen entdeckt. Auch in der Zeitung erscheint eine Todesanzeige mit seinem vollständigen Namen (der in diesem Band verraten wird!). Will jemand Klufti ans Leder?
Der neue Roman bietet wieder die bewährte Mischung aus der Klüfel & Kobr typischen Situationskomik, einem packenden Kriminalfall und Kluftis liebenswertiger Kauzigkeit.
Ein besonderes Schmankerl der Hörbücher ist ja Christian Berkel als exzellenter Sprecher, der von beiden Autoren unterstützt wird. So gewinnt die Story ungemein an Lebendigkeit und Authentizität, durch die allgäuerisch und schwäbisch schwätzenden Autoren. Ich höre deswegen die Kluftis lieber als sie zu lesen, ein Kompliment, dass ich sonst nur Jaques Berndorfs Eifel- Krimis machen kann.
Dabei stellt der Jubiläumsband die Vorgänger in den Schatten und zwar bei Weitem! Chapeau dafür, auf die eh schon guteSerie noch einmal einen drauf gesetzt zu haben! Klufti wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, man erfährt vieles über den jungen Kluftinger. Es passieren so bei Klufti noch nie gekannte dramatische und atemraubende Szenen und unwiderrufliche Entscheidungen, todtraurige Situationen (bei denen ich fast mitgeweint hätte) und das ohne die Gesschichte zu bleiern- traurig zu machen. Allerdings sind die typischen skurillen Klufti- Momente mit Lachgarantie auch vertreten.
Fans der Serie dürfen nicht nur, sie müssen zugreifen ebenso wie alle Krimifans, man kann ruhig mit diesem Band beginnen und sich dann die Vorgeschichte zulegen.
Montag, 23. April 2018
Elly Blake - Fire & Frost: Vom Eis berührt
Endlich mal gute Jugendbuch- Fantasy!
Aber kommen wir erstmal zu den Klischees, dann haben wir das Thema nämlich durch! Ja, die Hauptfigur ist ein junges Mädchen, ja, sie hat besondere Kräfte und ja, auch Amors Pfeil versucht zu treffen.
Aber wer jetzt entnervt aufstöhnt und und sich gerade noch ein "schon wiiiieeeeder"verkneifen kann, der urteilt hier zu vorschnell. Diese Basis des Plots ist natürlich nicht gerade unverbraucht und das spätestens seit Trudi Canavans "Die Gilde der Schwarzen Magier".
Allerdings macht Elly Blake etwas ganz zauberhaftes, im wahrsten Sinne des Wortes, daraus. So lässt sie ihre Protagonistin gleich zu Beginn durch Abgründe, Verlust, Schmerz und Angst gehen. Auch der Hass und das Misstrauen, der ihrer Figur Ruby, einer hier "Fireblood" genannten Feuermagierin, fast überall entgegenschlägt, formen ihren Charakter und machen die Geschichte weit interessanter, als es oft bei Jugendbuch Fantasy mit Helden mit der Gutgläubigkeit und dem IQ von Bambi der Fall ist.
Stets wandelt Ruby auf einem schmalen Grat zwischen Gut und Böse, gefangen in ihrer Sehnsucht nach Rache und dem Wunsch gleichzeitig Gutes zu tun. Ihren Weg mitzuverfolgen und mit ihr bei all den Prüfungen und Steinen auf ihrem Weg mitzufiebern, ist in diesem Fall wirklich ein Vergnügen und spannend noch dazu. Ein, zwei Wendungen gibt es schon, bei denen ich mir beim Lesen dachte "war ja klar". Aber das tut diesem zauberhaften, faszinierendem und spannenden Buch keinen Abbruch. Vielen Dank dafür, Elly Blake!
Ich werde die Serie weiter verfolgen!
Aber kommen wir erstmal zu den Klischees, dann haben wir das Thema nämlich durch! Ja, die Hauptfigur ist ein junges Mädchen, ja, sie hat besondere Kräfte und ja, auch Amors Pfeil versucht zu treffen.
Aber wer jetzt entnervt aufstöhnt und und sich gerade noch ein "schon wiiiieeeeder"verkneifen kann, der urteilt hier zu vorschnell. Diese Basis des Plots ist natürlich nicht gerade unverbraucht und das spätestens seit Trudi Canavans "Die Gilde der Schwarzen Magier".
Allerdings macht Elly Blake etwas ganz zauberhaftes, im wahrsten Sinne des Wortes, daraus. So lässt sie ihre Protagonistin gleich zu Beginn durch Abgründe, Verlust, Schmerz und Angst gehen. Auch der Hass und das Misstrauen, der ihrer Figur Ruby, einer hier "Fireblood" genannten Feuermagierin, fast überall entgegenschlägt, formen ihren Charakter und machen die Geschichte weit interessanter, als es oft bei Jugendbuch Fantasy mit Helden mit der Gutgläubigkeit und dem IQ von Bambi der Fall ist.
Stets wandelt Ruby auf einem schmalen Grat zwischen Gut und Böse, gefangen in ihrer Sehnsucht nach Rache und dem Wunsch gleichzeitig Gutes zu tun. Ihren Weg mitzuverfolgen und mit ihr bei all den Prüfungen und Steinen auf ihrem Weg mitzufiebern, ist in diesem Fall wirklich ein Vergnügen und spannend noch dazu. Ein, zwei Wendungen gibt es schon, bei denen ich mir beim Lesen dachte "war ja klar". Aber das tut diesem zauberhaften, faszinierendem und spannenden Buch keinen Abbruch. Vielen Dank dafür, Elly Blake!
Ich werde die Serie weiter verfolgen!
Donnerstag, 12. April 2018
Andreas Suchanek- Das Erbe der Macht Band 4: Allmacht
Mittlerweile ist das 4. Hardcover von Andreas Suchaneks Fantasy- Serie
"Das Erbe der Macht" erschienen. Dieser Band beinhaltet die eBook-
Folgen 10 bis 12 und ist über 500 Seiten dick.
Wer die Serie noch nicht kennt, hier eine kurze Zusammenfassung, die Neulinge nicht unnötig spoilert: die Welt wie wir sie kennen ist magisch. Wir Nichtmagier, Nimags genannt, können dies durch einen magischen Wall, der zum Schutz errichtet wurde, jedoch nicht sehen. Bei den magisch Begabten sehen wir z.B. statt ihrer Essenzstäbe einen Regenschirm, der Wall gaukelt uns also unsere Normalität vor, wo eigentlich Magie ist. Magie geht in Form eines Sigils von einem Magier, bei dessen Tod, auf einen anderen über. Es gibt Lichtkämpfer (also "die Guten") und Schattenkrieger (jetzt ratet mal...), beide Seiten haben ihre eigenen Refugien und werden angeführt von Unsterblichen, auf der Seite des Lichts sind dies z.B. Albert Einstein und Kleopatra, auf der dunklen Seite der Magier- Macht findet man hingegen Dschingis Khan und Aleister Crowley. Beide Seiten streiten um die Vorherrschaft, die Macht über den Wall und die Zukunft der Magier und Nimags und dann ist da noch die Schattenfrau, die zu keiner dieser Fraktionen gehört, aber große Macht besitzt und ihre eigenen Pläne verfolgt.
In diesem letzten Band des 1. Zyklus (man ahnt es, ein 2. Zyklus wird folgen, jedoch erscheint vorher noch ein Spin- Off rund um die Unsterblichen Leonardo da Vinci und Johanna von Orleans) hat sich Herr Suchanek selbst übertroffen, insbesondere in folgenden Bereichen: fiese Cliffhanger die zum Weiterlesen nötigen, völlig unvorhergesehene Wendungen und wirklich emotional packende Szenen.
Beim Pärchen Max und Kevin gibt es derer gleich zwei in diesem Buch, bei denen ich froh war jeweils noch zehn Minuten weiterlesen zu können, sonst hätte ich das echt nicht ausgehalten. Man kann ja schlecht öffentlich in der Mittagspause im Cafe bei McDonald´s losheulen... Auch bei Jen und Alex passiert viel und die typischen Kabbeleien der beiden sind immer amüsant zu lesen. Da kommt halt auch der Humor des Autors durch, es ist nicht immer alles bierernst im Buch (Stichwort "Pummeleinhorn").
Es passiert, insbesondere im letzten Teil, derart viel auf wenigen Seiten, man fühlt sich ein wenig erschlagen. Allerdings fallen damit auch wieder, typisch Andreas Suchanek, alle Puzzlesteinchen an den richtigen Platz und ergeben ein stimmiges Bild. Ich sage Danke für diesen tollen Teil.
Das Erbe der Macht- Fans werden hier ohnehin zugreifen und Fantasy- Fans die gern Serien lesen, sollten unbedingt mindestens das erste eBook oder Hardcover antesten!
Hier gibt es mehr über den Autor: http://www.andreassuchanek.de/
Hier bloggt er aus seinem Autorenleben (lesenswert!): http://blog.andreassuchanek.de/
Wer die Serie noch nicht kennt, hier eine kurze Zusammenfassung, die Neulinge nicht unnötig spoilert: die Welt wie wir sie kennen ist magisch. Wir Nichtmagier, Nimags genannt, können dies durch einen magischen Wall, der zum Schutz errichtet wurde, jedoch nicht sehen. Bei den magisch Begabten sehen wir z.B. statt ihrer Essenzstäbe einen Regenschirm, der Wall gaukelt uns also unsere Normalität vor, wo eigentlich Magie ist. Magie geht in Form eines Sigils von einem Magier, bei dessen Tod, auf einen anderen über. Es gibt Lichtkämpfer (also "die Guten") und Schattenkrieger (jetzt ratet mal...), beide Seiten haben ihre eigenen Refugien und werden angeführt von Unsterblichen, auf der Seite des Lichts sind dies z.B. Albert Einstein und Kleopatra, auf der dunklen Seite der Magier- Macht findet man hingegen Dschingis Khan und Aleister Crowley. Beide Seiten streiten um die Vorherrschaft, die Macht über den Wall und die Zukunft der Magier und Nimags und dann ist da noch die Schattenfrau, die zu keiner dieser Fraktionen gehört, aber große Macht besitzt und ihre eigenen Pläne verfolgt.
In diesem letzten Band des 1. Zyklus (man ahnt es, ein 2. Zyklus wird folgen, jedoch erscheint vorher noch ein Spin- Off rund um die Unsterblichen Leonardo da Vinci und Johanna von Orleans) hat sich Herr Suchanek selbst übertroffen, insbesondere in folgenden Bereichen: fiese Cliffhanger die zum Weiterlesen nötigen, völlig unvorhergesehene Wendungen und wirklich emotional packende Szenen.
Beim Pärchen Max und Kevin gibt es derer gleich zwei in diesem Buch, bei denen ich froh war jeweils noch zehn Minuten weiterlesen zu können, sonst hätte ich das echt nicht ausgehalten. Man kann ja schlecht öffentlich in der Mittagspause im Cafe bei McDonald´s losheulen... Auch bei Jen und Alex passiert viel und die typischen Kabbeleien der beiden sind immer amüsant zu lesen. Da kommt halt auch der Humor des Autors durch, es ist nicht immer alles bierernst im Buch (Stichwort "Pummeleinhorn").
Es passiert, insbesondere im letzten Teil, derart viel auf wenigen Seiten, man fühlt sich ein wenig erschlagen. Allerdings fallen damit auch wieder, typisch Andreas Suchanek, alle Puzzlesteinchen an den richtigen Platz und ergeben ein stimmiges Bild. Ich sage Danke für diesen tollen Teil.
Das Erbe der Macht- Fans werden hier ohnehin zugreifen und Fantasy- Fans die gern Serien lesen, sollten unbedingt mindestens das erste eBook oder Hardcover antesten!
Hier gibt es mehr über den Autor: http://www.andreassuchanek.de/
Hier bloggt er aus seinem Autorenleben (lesenswert!): http://blog.andreassuchanek.de/
Sonntag, 8. April 2018
Wolfram Fleischhauer - Das Meer (Hörbuch)
Hallo ihr Lieben,
ich hoffe, ihr konntet an diesem verfrühten Sommer- Wochenende ordentlich Sonne tanken und gute Laune bekommen. Denn die gute Laune werde ich euch jetzt vertreiben und zwar gründlich!
Heute möchte ich ein Hörbuch besprechen, dass mich auf der Gefühlsebene ziemlich
mitgenommen hat. Es ist zwar ein Roman, aber da er auf einer absolut realen Tatsache fußt, bleibt einem das "boah, geiler Thriller"- Gefühl aus. Trotzdem, ihr solltet dieses Buch lesen (oder hören)!
In "Das Meer" widmet sich Wolfram Fleischhauer dem Raubbau an unseen Meeren, der naturzerstörenden und unmenschlichen Industrie dahinter, dem Versagen der Behörden und dem Kampf dagegen.
Die EU- Fischereibeobachterin Teresa verschwindet spurlos, scheinbar ist sie über Bord gegangen, die Suche nach ihr verlief erfolglos. Doch ihr Lebensgefährte John mag nicht an ihren Tod glauben, auch Ragna, eine Untergrund- Umweltaktivistin, ist schockiert von Teresas Schicksal, verfolgten doch beide Pläne, den gefangenen Fisch im großen Stil zu vergiften um diese Industrie zu zerstören...
Die Ereignisse beginnen sich schnell zu entwickeln, in ganz Europa erkranken Menschen an einer algenbedingten- Fischvergiftung, auch bei Fischsorten die gar nicht in Kontakt mit dieser Alge kommen. Grund zur Beunruhigung? Ja, nur nicht bei den Behörden, da mahlen die Mühlen langsam und in aller (nicht) gebotenen Ruhe. Das kommt einem als Mensch dieser Gesellschaft doch recht realistisch vor. Fleischhauer führt einem den Irrsinn des Systems vor, wenn er von lächerlichen Scheinkontrollen schreibt, angekündigten Razzien und Behörden, die beide Augen ganz fest verschließen und sich in wohlfeilen Beschlüssen ergehen und denen Wirtschaft vor Gesundheit, Umwelt und Menschenleben geht, obwohl Handeln das Gebot der Stunde wäre.
Fleischhauers Story hat eine Sogwirkung, sie fesselt, sie beängstigt, sie bestürzt, und ja- obwohl es Fiktion ist- er schafft es, dass auch ich mich schuldig fühle, obwohl ich seit fast12 Jahren kein Stück Fisch mehr im Mund hatte.
Einziger Makel an der Geschichte für mich- Fleischhauers Umweltschützer, insbesondere Ragna di Melo als Hauptfigur, ist derart unsympathisch und überheblich beschrieben, ich kann einfach keine Sympathie für sie entwickeln, obwohl ihre Sache eine gute ist!
Johannes Steck liest diesen Thriller mit seiner angenehm rau- tiefen Stimme, gelegentlich ist er mir dabei etwas zu monoton, insbesondere bei den verschiedenen Charakteren habe ich ein wenig Individualität vermisst, generell bleibt es aber eine gute Sprecher- Leistung.
Ein Buch das man wirklich lesen sollte!
ich hoffe, ihr konntet an diesem verfrühten Sommer- Wochenende ordentlich Sonne tanken und gute Laune bekommen. Denn die gute Laune werde ich euch jetzt vertreiben und zwar gründlich!
Heute möchte ich ein Hörbuch besprechen, dass mich auf der Gefühlsebene ziemlich
mitgenommen hat. Es ist zwar ein Roman, aber da er auf einer absolut realen Tatsache fußt, bleibt einem das "boah, geiler Thriller"- Gefühl aus. Trotzdem, ihr solltet dieses Buch lesen (oder hören)!
In "Das Meer" widmet sich Wolfram Fleischhauer dem Raubbau an unseen Meeren, der naturzerstörenden und unmenschlichen Industrie dahinter, dem Versagen der Behörden und dem Kampf dagegen.
Die EU- Fischereibeobachterin Teresa verschwindet spurlos, scheinbar ist sie über Bord gegangen, die Suche nach ihr verlief erfolglos. Doch ihr Lebensgefährte John mag nicht an ihren Tod glauben, auch Ragna, eine Untergrund- Umweltaktivistin, ist schockiert von Teresas Schicksal, verfolgten doch beide Pläne, den gefangenen Fisch im großen Stil zu vergiften um diese Industrie zu zerstören...
Die Ereignisse beginnen sich schnell zu entwickeln, in ganz Europa erkranken Menschen an einer algenbedingten- Fischvergiftung, auch bei Fischsorten die gar nicht in Kontakt mit dieser Alge kommen. Grund zur Beunruhigung? Ja, nur nicht bei den Behörden, da mahlen die Mühlen langsam und in aller (nicht) gebotenen Ruhe. Das kommt einem als Mensch dieser Gesellschaft doch recht realistisch vor. Fleischhauer führt einem den Irrsinn des Systems vor, wenn er von lächerlichen Scheinkontrollen schreibt, angekündigten Razzien und Behörden, die beide Augen ganz fest verschließen und sich in wohlfeilen Beschlüssen ergehen und denen Wirtschaft vor Gesundheit, Umwelt und Menschenleben geht, obwohl Handeln das Gebot der Stunde wäre.
Fleischhauers Story hat eine Sogwirkung, sie fesselt, sie beängstigt, sie bestürzt, und ja- obwohl es Fiktion ist- er schafft es, dass auch ich mich schuldig fühle, obwohl ich seit fast12 Jahren kein Stück Fisch mehr im Mund hatte.
Einziger Makel an der Geschichte für mich- Fleischhauers Umweltschützer, insbesondere Ragna di Melo als Hauptfigur, ist derart unsympathisch und überheblich beschrieben, ich kann einfach keine Sympathie für sie entwickeln, obwohl ihre Sache eine gute ist!
Johannes Steck liest diesen Thriller mit seiner angenehm rau- tiefen Stimme, gelegentlich ist er mir dabei etwas zu monoton, insbesondere bei den verschiedenen Charakteren habe ich ein wenig Individualität vermisst, generell bleibt es aber eine gute Sprecher- Leistung.
Ein Buch das man wirklich lesen sollte!
Dienstag, 3. April 2018
Amizaras Chronik- Band 1 Aschamdon von Valerian Çaithoque
Was für ein Buch!
Der unterarmdicke Wälzer (und hier ist ein sattlich- muskulöser Mannerunterarm gemeint!) von geheimnisvollen Chronisten Valerian Çaithoque entführt euch in eine faszinierende Urban Fantasy Welt verschiedener Zeitebenen.
Im Handlungsstrang um Rafaela seid ihr in der Mitte des letzten Jahrhunderts unterwegs. Rafaela wird schon als Kind von ihrem Vater gequält, zu Unrecht angeklagt und findet sich- als sie Rache nimmt- in der Psychiatrie wieder. Doch da bleibt sie nicht lang, ihre Gabe engelsartige Wesen zu sehen bricht sich dort vollends Bahn und Aschamdon, ein Ariach, wie die engelsartigen Wesen hier genannt werden, bietet ihr einen Handel an. So kommt Rafaela zum sagenumwobenen Sarastro- Orden und beginnt dort ihre Ausbildung zur Bannzauberin.
50 Jahre später in Wien ist Antiquitätenhändler Atila Fakili in finanziellen Nöten. eigentlich hatte er immer das geschickte Händchen die erlesensten Stücke zu finden, doch gerade ist Flaute, sein inneres Stimmchen schweigt und der Kredithai sitzt ihm im Genick. Das Geschäft, in dem er seine Rettung sieht artet völlig aus und Geldsorgen sind auf einmal das kleinste seiner Probleme. Auch hierbei ist das Wirken der Ariach im Spiel.
Geschickt werden hier, in diesem wunderschön gebunden und illustriertem Buch, die Fäden geknüpft, welche erst in Band 2 miteinander verwoben werden. Es ist jederzeit fesselnd, mystisch, gefährlich und Atila, mein persönlicher Lieblingscharakter, ist einfach ein witziges Kerlchen mit hohem Unterhaltungswert. Dazu kommt das unglaublich edle Äußere dieses Buchs. Band 2 und 3 sind übrigens genau so ausgestattet.
Wer lieber hören statt lesen mag, Aschamdon ist auch bereits als Hörbuch erschienen.
Mehr Infos hier: http://amizaras-chronik.de/
Dem Fanclub der Leserschaft, der Legion Amizaras, kann auch Facebook beigetreten werden: https://www.facebook.com/groups/976926082377431/
Der unterarmdicke Wälzer (und hier ist ein sattlich- muskulöser Mannerunterarm gemeint!) von geheimnisvollen Chronisten Valerian Çaithoque entführt euch in eine faszinierende Urban Fantasy Welt verschiedener Zeitebenen.
Im Handlungsstrang um Rafaela seid ihr in der Mitte des letzten Jahrhunderts unterwegs. Rafaela wird schon als Kind von ihrem Vater gequält, zu Unrecht angeklagt und findet sich- als sie Rache nimmt- in der Psychiatrie wieder. Doch da bleibt sie nicht lang, ihre Gabe engelsartige Wesen zu sehen bricht sich dort vollends Bahn und Aschamdon, ein Ariach, wie die engelsartigen Wesen hier genannt werden, bietet ihr einen Handel an. So kommt Rafaela zum sagenumwobenen Sarastro- Orden und beginnt dort ihre Ausbildung zur Bannzauberin.
50 Jahre später in Wien ist Antiquitätenhändler Atila Fakili in finanziellen Nöten. eigentlich hatte er immer das geschickte Händchen die erlesensten Stücke zu finden, doch gerade ist Flaute, sein inneres Stimmchen schweigt und der Kredithai sitzt ihm im Genick. Das Geschäft, in dem er seine Rettung sieht artet völlig aus und Geldsorgen sind auf einmal das kleinste seiner Probleme. Auch hierbei ist das Wirken der Ariach im Spiel.
Geschickt werden hier, in diesem wunderschön gebunden und illustriertem Buch, die Fäden geknüpft, welche erst in Band 2 miteinander verwoben werden. Es ist jederzeit fesselnd, mystisch, gefährlich und Atila, mein persönlicher Lieblingscharakter, ist einfach ein witziges Kerlchen mit hohem Unterhaltungswert. Dazu kommt das unglaublich edle Äußere dieses Buchs. Band 2 und 3 sind übrigens genau so ausgestattet.
Wer lieber hören statt lesen mag, Aschamdon ist auch bereits als Hörbuch erschienen.
Mehr Infos hier: http://amizaras-chronik.de/
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