Will Hofmanns literarisches Portfolio ist breit. Was mich an ihm fasziniert, er schreibt sowohl düstere Dystopien mit Action- Einschlag wie "Götter" (sehr lesenswert!) als auch Kinderbücher. Letztere sind nicht so sehr mein Fall, aber einfach weil ich keine Kinderbücher mag. Doch seine Werke für Erwachsene, die sind mehr als einen Blick wert.
In seinem aktuellen Buch "Million Dollar Boy" beschreibt er eine Welt ohne Geld, der Traum aller Sozialisten, Er skizziert am Leben seines Protagonisten Ede die Wende von der kapitalistischen Gesellschaft zum geldfreien Leben, und das obwohl Ede ein notorischer Glücksspieler ist.
Eine interessante Vorstellung, jedoch nimmt der Glücksspiel- Aspekt und die Zeit vor der Umwälzung sehr viel Raum im Buch ein, das hätte ich so nicht erwartet. Überdies ist das Buch farbig bebildert, mit Abbildungen Roulette- Tischen und später, als es etwas mystischer wird, auch von geheimnisvollen Zeichen. Es ist eine spannende Geschichte die sich von einer Glücksspiel- Action- Story zu einer esoterisch-magischen Weltveränderungsgeschichte entwickelt.
Mir war die Beschreibung der Glücksspielstrategien etwas zu ausladend und die Taschenbuchausfertigung ist von nicht ganz zufriedenstellender Qualität (die Deckfolie am Cover hat sich schon bei meinem neuen Buch leicht abgelöst). Es ist und bleibt aber ein interessantes, unkonventionelles Buch mit Leseemphehlung.
Wiebers Verlag, 11,90€






