Meine Oma hätte zu diesem Buch wohl gesagt: Donnerlittchen!
Und damit hätte sie vollkommen recht gehabt! Was für ein Buch!
Ich nehme es schon mal vorweg: dieses Buch ist ein Must Read, ein Buch welches ich ausnahmslos jedem ans Herz lege. Hier kriegt ihr alles auf einmal: statt Spannung, Spiel und Schokolade gibts hier Spannung, Action, schwierige moralische Fragen und Szenen, die schwer zu ertragen sind, sich aber umso eindrücklicher ins Gedächtnis brennen! Kurzum: kauft es, lest es, es ist unglaublich gut!
Nach dieser Jubelarie erzähle ich aber besser mal kurz worum es geht: John Matherson ist ein Ex- Colonel des US- Militärs und Professor für Geschichte am örtchen College im kleinen Städtchen Black Mountain in den Bergen von North Carolina. Seit seine Frau an Krebs starb kümmert er sich als Alleinerziehender Vater um seine beiden Töchter und versucht seiner Schwiegermutter eine Stütze zu sein, deren Ehemann im Sterben liegt.
Eigentlich hat dieser Mann genug auf seinen Schulter zu tragen, möchte man meinen. Doch von einer Sekunde auf die andere wird alles anders. Der Strom ist weg. Nicht nur der Strom aus der Steckdose, keine moderne Elektronik funktioniert mehr. Kein Handy, kein Kühlschrank, kein Auto, keine Klimaanlage, kein Blutzuckermessgerät. gar nichts! Und das Schlimmste: nicht nur den Einwohnern von Black Mountain geht es so, Tausende sind in ihren Autos auf der naheliegenden Autobahn gestrandet, der Strom kommt nicht wieder und es kommt keine Hilfe!
Die Anfangsszenen des Buches sind die zu erwartenden: Hamsterkäufe, Horten, Plünderungen; soweit hätte sich wohl jeder die Geschichte denken können. Interessant wird es aber im Fortgang der Story. Es treten Probleme auf, an die ich im ersten Moment gar nicht gedacht hätte. Schnell bildet sich jedoch ein Stadtrat, der versucht Black Mountains Belange zu steuern und das Überleben der Bevölkerung zu sichern, und das tut er wirklich mit geradezu preussischer Disziplin. Doch als auch nach Tagen keine Hilfe kommt, müssen schwerwiegende moralische Entscheidungen getroffen werden und auch von außen lauern Bedrohungen.
Dieses Buch ist wie auch "Tag des Zorns" (übrigens auch sehr empfehlenswert) in Forstchens typischem Stil geschrieben. So cineastisch und spannend wie er schreibt sonst nur Matthew Reilly. Er schafft es den Spannungsbogen permanent hoch zu halten und den Leser damit zu fesseln. Der Begriffe "Pageturner" ist wirklich abgegriffen, aber dieses Buch kann man kaum weglegen und selbst wenn man anderes zu tun hat, beschäftigt es einen gedanklich.
Ebenso ist die Komponente der moralischen Entscheidungen die in diesem Buch getroffen werden hochgradig spannend. Man fragt sich unweigerlich, wie man selbst entscheiden würde.Ob die Entscheidungen im Buch richtig sind oder anders/besser hätten sein können.
Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Trilogie die mit "One Year After" und "The Final Day"weitergehen wird, jedoch kann man diesen Band auch gut als alleinstehendes Buch lesen.
Kurzum: ein Pflichtkauf!

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